Amaro Ameise

Jeder Quadratmeter zählt!

2018 August

04.08.2018 Der Kö: Die ökologisch vollkommen wertlose Lavawüste

Von gestern Nachmittag bis heute Morgen habe ich noch einmal auf dem Königsplatz die Grünflächen von Müll befreit. Seit meiner letzten Aufräum-Aktion in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli haben einige Saubären wieder ziemlich viel Unrat auf der großen Wiese verteilt, aber da ich beim letzten Mal schon den ganzen Kleinmüll, der seit Urzeiten dort lag, entfernte, war es eigentlich keine große Sache, im Gegensatz zu den Baumscheiben, in denen die Stadt eine ökologisch vollkommen wertlose Lavawüste installiert hat und die leider regelrecht dazu einladen, sie als Müllhalde zu missbrauchen. Zehntausende von Kippenstummeln, Kronkorken, Essensresten und viele andere Dinge gammeln dort langsam vor sich hin, wo eigentlich ein Biotop sein könnte und der Stadtverwaltung ist es völlig egal.

06.08.2018 Man muss ja nicht jeden Tag arbeiten

Weil ich heute bei der Hitze keinen Bock hatte, irgendetwas zu tun, außer ein wenig einzukaufen, ist das einzige, was ich geschafft habe, eine Mini-Fotoserie am Müllbrennpunkt Königsplatz zu schießen.

Mehrmals am Tag huscht die Müllkolonne schnell über den Kö, um die Tonnen zu leeren:

Völliger Schwachsinn: Trotz der Hitze wird gemäht, damit die Grasnarbe auch richtig verbrennt:

Lichtblick: Sogar ein paar Pflanzen mit Blüten kann man in den Baumscheiben am Kö bewundern:

Warum einige ihren Müll überall in die Baumscheiben werfen müssen, bleibt ein großes Rätsel:

Resignation: Vielleicht liegt es an der Tristesse dieser ökologisch vollkommen wertlosen Lavawüste:

Gerade weil die Stadtverwaltung und die Politik alles tun, um die Aufenthaltsqualität von Insekten, Fledermäusen, Vögeln sowie Menschen im gesamten Stadtgebiet zu verschlechtern, indem sie Bäume im großen Stil während der Brutzeit abholzen, Landschaftsschutzgebiete plattwalzen und übereifrig mähen, damit auch ja keine Blütenpflanze (= Bienenfutter) eine Chance bekommt, mache ich weiter. Wie man sieht, gibt es nicht nur am Königsplatz für die nächsten Jahre noch genug Arbeit für mich.

12.08.2018 Wie man den Hirntod feststellen kann

Ganz einfach und völlig ohne medizinische Vorbildung lässt sich der Hirntod bei Menschen feststellen. Sie glauben das nicht? Dann probieren Sie es einfach mal aus. Nehmen Sie sich etwas Zeit, gehen zu einem Platz, von dem Sie wissen, dass dort ein Haufen Leute herumsitzen, die den ganzen lieben langen Tag nichts besseres zu tun haben, als ihren Müll in der Landschaft herumzuschmeißen, ziehen Sie sich Handschuhe an und fangen an, um die Bänke dieser Müllpenner herum den Müll aufzuräumen und in die nächste Mülltonne zu entsorgen. Lange dauert es nicht, bis sie den Hirntod bei manchen Leuten feststellen können, das sind nämlich diejenigen, die Ihnen dann den Müll sogar absichtlich vor die Füße werfen, obwohl sie Ihnen schon einige Zeit bei dieser mühseligen Arbeit zugeschaut haben, so wie es mir bei einer der letzten Aktionen auf dem Königsplatz ergangen ist. Auf meinen Einwand hin, dass das vielleicht ein wenig respektlos rüberkommt, schlug mir überdies Aggressivität entgegen. Man darf sich durch solche Leute nicht beirren lassen, denn wenn ich mich dadurch herunterziehen lassen würde, hätte ich es in den letzten Tagen bei den drei Aufräumaktionen, für die ich insgesamt etwa 24 Stunden benötigte, nicht geschafft, etwa 100 Liter Kleinmüll (Kronkorken, Kippen usw. usf.) aus den Wiesen und Baumscheiben zu lesen und der Entsorgung zuzuführen. An manchen Stellen kann man sogar schon erkennen, dass dort Gras wächst, aber es ist noch eine Menge Arbeit nötig, zumal ja die o.g. Hirntoten ihren Beitrag dazu leisten, dass der Müllregen so bald nicht aufhören wird. ;-)

28.08.2018 Auf die kleinen Dinge kommt es an

Nachdem ich in den letzten Jahren riesige Müllberge aus einigen Naturflächen in der ganzen Stadt geholt habe, geht es nun daran, den ungleich mühsamer zu entfernenden Kleinmüll zu entsorgen, denn ich bin der Meinung, dass wir weder auf einer Müllhalde, noch in einem Aschenbecher leben müssen, auch wenn einige Zeitgenossen das offensichtlich gerne hätten. Und deshalb habe ich in den letzten Tagen wieder einige Stunden damit verbracht, auch diese kleinen Dinge in den Müll zu transferieren.